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Chronik der Sportart Turnen der KJS Bad Blankenburg / JenamainCMS zeigen

 

Bemerkung:

Diese Chronik ist eine Arbeit von Dieter Horn auf der Grundlage seiner Erinnerungen an die Schülerzeit von 1956 bis 1958 und die 35-jährige Tätigkeit als Sportlehrer und Trainer sowohl in Bad Blankenburg und Jena.
Dieter Horn ist Schüler der KJS Bad Blankenburg mit Abi-Abschluß 1958. 1963 begann seine Trainerlaufbahn in der Kinder und Jugendsportschule Bad Blankenburg und später in Jena. Bis 1998 betreute er junge Turner am Start ihrer Turnerlaufbahn. Angefangen mit Bernd Jäger, Gerd Rechenbach, Andreas Koch, Friedhard Beck, Thomas Knüpfer bis Danilo Pünjer um nur einige zu nennen.

 

I.Die Gründerjahre 1955-1961

Der Werdegang der Kinder-u.Jugendsportschule Bad Blankenburg und der Sportart Turnen
sind eng miteinander verknüpft.

 
Bild 1:So begann es:Zeitung...

Bild 1:So begann es:Zeitungsausschnitt der damaligen Volkswacht zur Eröffnung der Kinder und Jugendsportschule Bad Blankenburg




Download: http://kjs.bilderatlas.de/bildergalerie/Turnen/996_Volkswacht_07.01.55.jpg

 


Als am 10. Januar 1955 mit 94 Schülern der Start erfolgte, waren die Sportarten Turnen und Leichtathletik die Stammsportarten der neu gegründeten Sportschule. Dabei gab es aber noch keine endgültige Spezialisierung, sondern es zeichneten sich die zukünftigen Leistungssportler durch eine breite Vielseitigkeit aus.
Die Bedingungen für alle Bereiche mussten erst nach und nach geschaffen werden.

 
Das Internat als Lebensmitt...
Das Internat als Lebensmittelpunkt der Schule

Das Internat als Lebensmittelpunkt der Schule

 
Das Internat der Kinder und...
Das Internat der Kinder und Jugendsportschule von Vorn.

Das Internat der Kinder und Jugendsportschule von Vorn.

 



So fand Unterricht in einem Raum des Internats statt,der auch als Speiseraum diente,das Mittagessen wurde außerhalb nach 15-minütigem Fußmarsch in einem Betrieb eingenommen,das Turntraining fand im kaum geheizten Saal der Stadthalle statt. Erst in den Folgejahren waren wir Gäste in den Schulräumen und der Turnhalle der Friedrich-Fröbel-Oberschule.

 
Turnhalle der Friedrich-Fr&...
Turnhalle der Friedrich-Fröbel-Schule, Trainings- und Wettkampfstätte der Turner

Turnhalle der Friedrich-Fröbel-Schule, Trainings- und Wettkampfstätte der Turner

 



Das Herzstück der neu gegründeten Schule war das Internat, wo alle sich konzentrierenden Probleme von erstmals dem Elternhaus entzogenen Kindern gelöst werden mussten.
Dabei muss die Rolle des Gründungsdirektors Herrn Erwin Schwarz und seiner Ehefrau Edith, die später als Verwaltungsleiterin der Schule tätig war, ganz deutlich hervorgehoben werden. Sie waren in der unterrichtsfreien Zeit rund um die Uhr für die Sorgen und Nöte der Schüler zu sprechen u.legten damit die Grundlage für ein sicher einmaliges Vertrauensverhältnis von Schülern und Lehrern. Aber auch die älteren Schülerjahrgänge spielten in der Unterstützung der 4-5 Jahre jüngeren „Kleinen” eine wichtige Rolle in der Entwicklung einer Schulphilosophie, an die sich noch heute auf den vielfältigen Klassentreffen gerne erinnert wird.

Als Beispiel sollen die Erinnerungen einer Schülerin zeigen, wie das Zusammengehörigkeitsgefühl gefördert und entwickelt wird.

Beitrag v.Evi Hadlich (Müller) „Ich war Schülerin seit d. Stunde Null”

Die mit großer Spannung erwartete Nachricht war da! Angenommen für Bad Blankenburg. Ich, ein sportliches Mädchen von 141/2Jahren, durfte Schülerin der KJS Bad Blankenburg werden! Ein großer Einschnitt in meinem Leben • fort von zu Hause, Abschied mehr...


 
Die erste sog.Kernmannschaf...
Die erste sog.Kernmannschaft der männlichen Jugend an der Schule (v.l.: Horst Steininger, Dieter Horn, Klaus Kowalski, Ralf Scheffel, Peter Blumert )

Die erste sog.Kernmannschaft der männlichen Jugend an der Schule
(v.l.: Horst Steininger, Dieter Horn, Klaus Kowalski, Ralf Scheffel, Peter Blumert )

 
Mädchenmannschaft von ...
Mädchenmannschaft von 1957:v.li:Margot Ofner, Uschi Winne, Ria Lindner, Ingrid Hirschmann, Helga Kasch

Mädchenmannschaft von 1957:v.li:Margot Ofner, Uschi Winne, Ria Lindner, Ingrid Hirschmann, Helga Kasch

 



Hervorzuheben ist in dieser Gründungsphase:

- das gegenseitige Einstehen der Sportarten füreinander
- die Unterstützung mit dem Schlachtruf „Blankenburg-ja”

Das Turnen entwickelte sich dank der kompetenten und engagierten Arbeit des Vaters des
Blankenburger Turnens,des Sportlehrers Harry Pippardt

 
Harry Pippardt und die Turn...
Harry Pippardt und die Turnmannschaft der männlichen Jugend. Harry mit Pokal, daneben Ralf Scheffel, Peter Blumert, Klaus Dielforder, Werner Seidel

Harry Pippardt und die Turnmannschaft der männlichen Jugend.
Harry mit Pokal, daneben Ralf Scheffel, Peter Blumert, Klaus Dielforder, Werner Seidel

 


und der verdienstvollen Lehrerin Erika Kürschner (Kröplin) ab 1956 zur Erfolgssportart.
Die Entwicklung der Turnerinnen wurde dann künftig zunehmend durch Gertrud Bürgstein als
Trainerin geprägt.

 
Erika Kröplin (geb.K&u...
Erika Kröplin (geb.Kürschner) beim werten.

Erika Kröplin (geb.Kürschner) beim werten.

 
Verdiente Meisterin des Spo...
Verdiente Meisterin des Sports Gertrud Bürgstein mit Angelika Striegler

Verdiente Meisterin des Sports Gertrud Bürgstein mit Angelika Striegler

 




Für viele engagierte Trainer und Lehrer sollen hier nur wenige Namen Erwähnung finden,,die in dieser Gründungsphase einen wesentlichen Einfluß ausübten.
Zu ihnen gehört der Lehrer Lothar Buchner,der jahrzehntelang als Sektionsleiter der Sektion Turnen fungierte und die erste Chronik der Sportart Turnen initiiert hat.

Anm. der Redaktion: Diese Chronik in 2 Bänden liegt vor und ist auf folgenden Seiten zu sehen.
Teile 1: Buchnerchronik Teil 1
Teile 2: Buchnerchronik Teil 2


Diese Phase der ersten 5 Jahre war von einem schnellen Aufholprozeß gegenüber den bereits bestehenden KJS geprägt u.wurde zur Überraschung vieler Fachleute überaus erfolgreich gestaltet.
Das Blankenburger Turnen hatte sich in kürzester Zeit einen klangvollen Namen gemacht.
Dazu trugen sowohl die Mädchen als auch die Jungen teil.

 
Erfolgreiche Turnmannschaft...
Erfolgreiche Turnmannschaft der Mädchen und Jungen dieser Zeit, mit den Trainern Gertrud Bürgstein und Harry Pippardt

Erfolgreiche Turnmannschaft der Mädchen und Jungen dieser Zeit, mit den Trainern Gertrud Bürgstein und Harry Pippardt

 


Die Zentralen Sportfeste der KJS in Güstrow, Rostock, Halberstadt, Dresden, Magdeburg und Erfurt waren in diesen Jahren echte Höhepunkte und Standortbestimmungen im Leben der Sportschüler. In Güstrow wurde 1957 die erste Goldmedaille der männl.Jugend gewonnen.(Klaus Dielforder, Ralf Scheffel, Horst Steininger, Dieter Horn, Peter Blumert)

 
Bild der orginal Medaille
Bild der orginal Medaille

Bild der orginal Medaille

 


Die ersten Turner (Abiturienten) werden 1959 zu weiterführenden Sportclubs delegiert.
1955-61 wurden 27 Medaillenplätze im männl.Bereich errungen,davon 11 Siege.
Sehr erfolgreich waren auch die Mädchen mit 13 Meistertiteln.
Zur Erinnerung seien hier die erfogreichen Turnerinnen und Turner der ersten Jahre
genannt:

 
  • ----------------------------------------------------------------------------
  • Irene Binder
  • Brigitte Kieschnik
  • Horst Steininger
  • Ursula Winne
  • Uta Stahl
  • Ralf Scheffel
  • Ingrid Hirschmann
  • Renate Dietz
  • Peter Blumert
  • Ursel Große
  • Klaus Dielforder
  • Bärbel Trentsch
  • Klaus Kowalski
  • Annedore Kalwa
  • Dieter Horn
  • Ursula Wackernagel
  • Peter Luft
  • Christine Capelle
  • Wolfgang Puffe
  • Dorle Oberbeck
  • Dieter Rödiger
  • Sigrid Gräf
  • Werner Seidel
  • Helga Musewald
  • Günter Kosariszczuk
  • ----------------------------------------------------------------------------
 

II.1962-1971 die Konsolidierungsjahre

Das neue Jahrzehnt begann mit einer herausfordernden Aufgabe für die Schule.Die Schule und speziell das Sportlehrerteam erhielt 1961 den Auftrag, die Übung der Kinder und Jugendsportschulen für die Sportschau des IV.Deutschen Turn-u.Sportfestes auszuarbeiten.

Allein die Erlebnisse bei der Ausarbeitung und der Einstudierung in einem großen Trainingslager in Bad Blankenburg würden viele Seiten unterhaltend füllen.So werden sich alle Beteiligten mit einem Schmunzeln an die aufgrund von Durchfallerkrankungen verhängte Quarantäne erinnern.
Die Aufgabe wurde trotzdem bravourös bewältigt, und die Übung wurde zu einem der Höhepunkte des IV.Deutschen Turn- und Sportfestes 1963.
Auf der Grundlage zentraler Beschlüsse Ministerratsbeschluß wird die Zugehörigkeit der KJS zu den regionalen Leistungszentren neu geordnet, wobei der übermächtige Einfluß der Sportvereinigung Dynamo zurückgefahren und die Zuordnung zum SC Motor Jena eingeleitet wird. Da die materiellen Verhältnisse eigentlich ständig mit dem Wort Behelfsmäßigkeit
gekennzeichnet werden mußten und aus der Gastrolle der Schule in anderen Einrichtungen resultierten, soll noch einmal an ein 40.000 Mark Geschenk der SV Dynamo an die Sektion Turnen erinnert werden (August 1962,Aussage v.E.Schwarz), womit der Gerätebestand wirksam verbessert wurde.
In dieser Zeit kommen erste ehemalige Schüler als Diplomsportlehrer zurück an ihre Schule, wo sie teilweise Jahrzehnte lang tätig sind.

 
Bernd Jäger mit Mannsc...
Bernd Jäger mit Mannschaft etwa 1964 zu Beginn seiner Entwicklung mit.einer seiner ersten Mannschaftsmedaillen (v.li: M.Schäller, W.Täumel, B.Jäger, K.Zimmermann,H.Süße und Trainer D.Horn)

Bernd Jäger mit Mannschaft etwa 1964 zu Beginn seiner Entwicklung mit.einer seiner ersten Mannschaftsmedaillen (v.li: M.Schäller, W.Täumel, B.Jäger, K.Zimmermann,H.Süße und Trainer D.Horn)

 
Trainer Harry Pippardt, L. ...
Trainer Harry Pippardt, L. Müssig, K. Ettel, W. Thüne, K. Peschka, L. Thomas

Trainer Harry Pippardt, L. Müssig, K. Ettel, W. Thüne, K. Peschka, L. Thomas

 

Verstärkung kommt 1962 von dem DDR-Zwölfkampfmeister Wolfgang Gipser,dem späteren Cheftrainer der Sektion Turnen und etwas später ,1963 , Fritz Böhm.,ebenfalls DDR Zwölkampfmeister.


 
Peter Nicolaus mit seinem T...
Peter Nicolaus mit seinem Trainer Fritz Böhm (1964)

Peter Nicolaus mit seinem Trainer Fritz Böhm (1964)

 

Als Vorstufe des später so erfolgreichen Nachwuchsentwicklungssystems der Trainingszentren wurde ein Traingsstützpunkt in Bad Blankenburg gegründet.Hier wurden Kinder auf ihre Aufnahme an die KJS vorbereitet.
Mit umfangreichen Eigenleistungen werden die primitiven Trainingsbedingungen Stück für Stück verbessert. Trainingsmöglichkeiten werden an allen sich bietenden Lokalitäten geschaffen.(Aulavorraum-Schwebebalken, Bühne der Aula-Stufenbarren, Turnplatz mit Strohgrube hinter dem Internat, Schaumstoffgrube i.d. Fröbelturnhalle)

Insgesamt wurden in diesem Zeitraum im männl.Bereich 110 Medaillen,davon 39 Siege und 22 Medaillen, davon 5 Siege im weibl.Bereich errungen. Sehr hoch müssen in dieser Zeit der Einsatz und die Ergebnisse zu den damals für den Nachwuchsleistungssport entscheidenden internationalen Jugendwettkämpfen der Freundschaft (JWdF)gewertet werden.

 

Von 1965-69 qualifizierten sich in ununterbrochener Reihenfolge Blankenburger Turner für diesen als Gradmesser im Jugend- und Juniorenbereich dienenden Wettkampf.
Dabei ragt der Mannschaftssieg 1966 mit Wolfgang Thüne uund Lothar Müssig heraus,sowie 1968 der 1.Platz von Bernd Jäger am Reck. Weitere gute Finalplatzierungen wurden von Helmut Otto, Gerd Diesler u.Peter Nicolaus erreicht.

 
Wolfgang Thüne beim St...
Wolfgang Thüne beim Standspagat,Vizeweltmeister am Reck 1974

Wolfgang Thüne beim Standspagat,Vizeweltmeister am Reck 1974

 
Lothar Müssig, deutsch...
Lothar Müssig, deutscher Jugendmeister im 12-Kampf 1964 und Einzelmeister am Reck, Pferd und Ringen bei einer Fluggrätsche am Reck

Lothar Müssig, deutscher Jugendmeister im 12-Kampf 1964 und Einzelmeister am Reck, Pferd und Ringen bei einer Fluggrätsche am Reck

 
Angelika Striegler bei eine...
Angelika Striegler bei einem gymnastischen Sprung

Angelika Striegler bei einem gymnastischen Sprung

 


Damit gehörten die Blankenburger Turner zu den erfolgreichsten der damaligen DDR.

Erfolgreiche Turnerinnen u.Turner dieser Jahre waren u.a.:


 
  • Angelika Striegler
  • Lothar Müssig
  • Annedore Kalwa
  • Wolfgang Thüne
  • Annette Bohl
  • Kerstin Büttner
  • H.-J.Morcinietz
  • Angelika Kunze
  • Peter Nicolaus
  • Elke Meißner
  • Friedhard Beck
  • Helmut Otto
  • Dietmar Rehder
  • Dietmar Zapfe
  • Werner Strotzer
  • Gerd Diesler
  • Wolfgang Täumel
  • Joachim Hempel
  • Bernd Jäger
 

Besonders Wolfgang Thüne und Bernd Jäger schrieben später Turngeschichte.
Mit der Kreation des Jägersalto am Reck leitete Bernd Jäger die Aera der Flugelemente ein.Die Ideen und Grundlagen dazu wurden in Bad Blankenburg mit Hilfe des verdienstvollen Trainers Wolfgang Gipser gelegt.


 
Bernd Jäger bei einem ...
Bernd Jäger bei einem Grätschwinkelstütz an den Ringen, der Erfinder des Jägersalto am Reck,dessen geistige Grundlagen in Bad Blankenburg durch Wolfgang Gipser initiiert wurden.

Bernd Jäger bei einem Grätschwinkelstütz an den Ringen, der Erfinder des Jägersalto am Reck,dessen geistige Grundlagen in Bad Blankenburg durch Wolfgang Gipser initiiert wurden.

 



In Jena läuft bereits der Bau eines Hallenkomplexes mit 2 Turnhallen, was dann den vorzeitigen Umzug der Turnsektion 1972 als ersten Teil der Verlagerung der KJS nach Jena zur Folge hatte.

 

1972-1989 Beginn in Jena bis zur Wende

Es gab zwar schon länger den Beschluß zur Verlegung an den Ort des Sportclubs(SC Motor
Jena),aber bzgl.der Umsetzung war noch viel Sand im Getriebe. So gab es einen internen Kampf zwischen Gera und Jena um den zukünftigen Standort.
Erst die Fertigstellung der neuen Sporthalle in Jena beschleunigte die Angelegenheit und schuf die Voraussetzung für eine erste Teilverlagerung der Sportart Turnen. Gera wurde mit der Schaffung eines Schulteiles für Boxen und Radsport mit eingebunden und in gewisser Weise besänftigt.

Der Umzug der Turnsektion im August 1972 lag mit seiner organisatorischen Vorbereitung in den Händen des stellv.Direktors für Sport, Harry Pippardt, der diese schwierige Aufgabe hervorragend meisterte. Zu dieser Zeit existierte nur die Turnhalle, Schule und Internat waren noch nicht im Bau.Der Unterricht fand z.T.in einer Baracke(Speisesaal), bzw.dem Internat statt.
Später waren wir Gast in der Schaxel-Schule und erhielten eigene Unterrichtsräume.
In der nächsten Etappe wurde unsere heutige Schule fertiggestellt und die Schüler mußten täglich von Neulobeda aus mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus)zum Unterricht und Training fahren. Lehrer und Schüler waren in einem Wohnblock in Jena-Lobeda untergebracht, der auch das Internat beherbergte und in dem seid 1972 immer noch 3 Lehrerfamilien wohnen.
Die Nutzung einer hochmodernen Trainingsstätte brachte nicht automatisch adäquate Erfolge mit sich. Als sogenannter 'kleiner Sportclub' hatte die Abteilung immer ihre Probleme, sich gegen die allmächtigen großen Clubs zu behaupten. So konnten wir in dieser Phase nicht auf breiter Front, sondern nur mit einzelnen herausragenden Ergebnissen aufwarten.

Die neuen Bedingungen in Jena

 
Die neue Sporthalle am Spor...
Die neue Sporthalle am Sportforum Wöllnitzer Straße beherbergte neben einer Spielhalle 2 moderne Spezialturnhallen und verbesserte damit entscheidend die turnerischen Trainingsgrundlagen Das neue Domizil der Turner nach dem Umzug der Turnsektion 1972 nach Jena. Damals als Block 33 b...

Die neue Sporthalle am Sportforum Wöllnitzer Straße beherbergte neben einer Spielhalle 2 moderne Spezialturnhallen und verbesserte damit entscheidend die turnerischen Trainingsgrundlagen

Das neue Domizil der Turner nach dem Umzug der Turnsektion 1972 nach Jena. Damals als Block 33 bezeichnet, beinhaltete dieser Wohnblock im rechten Eingang 10 Lehrer- bzw. Trainerwohnungen und 3 Eingänge beherbergten das Internat u.einige Büroräume. An der Außenansicht des Blockes hat sich bis heute nichts verändert.

 
Nur ca.100m entfernt gegen&...
Nur ca.100m entfernt gegenüber befand sich in dieser Baracke der Speisesaal nebst einem Unterrichts- und einem Büroraum.(Existiert heute nicht mehr) Die Verpflegung der Sportler wurde anfangs von 2 neueingestellten Fachkräften bewerkstelligt,die dann auch mit der späteren Inb...

Nur ca.100m entfernt gegenüber befand sich in dieser Baracke der Speisesaal nebst einem Unterrichts- und einem Büroraum.(Existiert heute nicht mehr)
Die Verpflegung der Sportler wurde anfangs von 2 neueingestellten Fachkräften bewerkstelligt,die dann auch mit der späteren Inbetriebnahme des neuen Küchentraktes am Ort des Schulneubaues am Sportforum den Grundstock des neuen Küchenkollegiums bildeten.

 

Aus der Sicht der Jahre ist erstaunlich, daß eine Summe von 161 Podestplätzen bei
Meisterschaften, Spartakiaden u.a.wichtigen Wettkämpfen zusammenkommt, davon 44 Meistertitel. Dabei ragen die Jahre 1981/82 mit allein 45 Medaillen deutlich heraus.(Entnommen aus einem Material von Harry Pippardt und Wolfgang Gipser „Teilbeitrag zu einer Chronik”)


Weitere Höhepunkte dieser Jahre waren:

 

Der Jena-Pharmaca Pokal:Mit der Organisation dieses damals einzigartigen von einer Turnabteilung organisiertem internationalem Nachwuchsturniers hat sich die Turnsektion einen guten Ruf geschaffen.

Die Durchführung der Deutschen Meisterschaften der Meisterklasse der.Männer 1982 war ein weiterer Höhepunkt im Sektionsleben, der mit Bravour bewältigt wurde. Das Jahr 1982 war auch insofern von Bedeutung,als es nach einer Abstinenz von 12 Jahren erstmals wieder einem Turner gelang, sich für den Jugendwettkampf der Freundschaft zu qualifizieren.
Udo Böttcher (Trainer Dieter Petersdorf) erturnte sich die Reise nach Ulan Bator und konnte dort das Barrenfinale gewinnen, sowie einen 6.Platz an den Ringen erkämpfen.

 
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[ilink[120]]Udo Böttcher[/ilink],einer der erfolgreichsten Nachwuchsturner der 80er Jahre beim Spagat

Udo Böttcher,einer der erfolgreichsten Nachwuchsturner der 80er Jahre beim Spagat

 


In den Folgejahren war es Thomas Knüpfer (1983 Ersatzmann,1984 Junioren-Europameisterschaft in Rimini),der die Farben des SC Motor Jena vertreten konnte.

 
Thomas Knüpfer,der let...
Thomas Knüpfer,der letzte DDR-Meister am Reck,hier beim Standspagat

Thomas Knüpfer,der letzte DDR-Meister am Reck,hier beim Standspagat

 

Sprung in Nationalmannschaft:U.Böttcher,sowie Annett Lindner u.Annette Bohl (bereits beim
SC Chemie Halle)

Erfolgreiche Turnerinnen und Turner dieser Jahre waren u.a.:

 
  • Gerd Rechenbach,
  • Thomas Knüpfer
  • Tino Flohr
  • Annette Bohl
  • Hubert Brylok,
  • Danilo Pünjer
  • Annett Lindner
  • Uwe Kopp,
  • Sven Teichmann
  • Ilona Vielmuth
  • Jan Gebelein,
  • Kai-Uwe Hanusch
  • Daniel Adamus
  • Udo Böttcher,
  • Thomas Schweinitz
 



Dabei sind Udo Böttcher und Thomas Knüpfer besonders hervorzuheben, da sie auch bis in die Meisterklasse vordringen konnten und dort erfolgreich waren. So wurde Thomas Knüpfer letzter DDR-Meister am Reck.(bereits beim ASK Potsdam)

 
Danilo Pünjer war eine...
Danilo Pünjer war einer der talentiertesten Turner der Schüleraltersklasse. Er wurde u.a. 1989 DDR-Meister der Altersklasse 16 am Barren und am Reck.

Danilo Pünjer war einer der talentiertesten Turner der Schüleraltersklasse.
Er wurde u.a. 1989 DDR-Meister der Altersklasse 16 am Barren und am Reck.

 

1990-1999 Die Umwandlung zum Sportgymnasium

Nachdem sich zuletzt mehr als 14 Trainer, Sportlehrer, Choreographen usw. mit den Turnern beschäftigen konnten, verbleiben nach der Wende nur noch 2 Spezialsportlehrer an der sich wandelnden Schule. Das Nachmittagstraining liegt in ehrenamtlicher Verantwortung des Vereins TuS Jena e.V.,der sich als Nachfolger des abgewickelten SC Motor Jena gegründet hat. Der Trainingsumfang sinkt von üblichen 20-26 Wochenstunden auf ca.14 Std.,die natürlich nicht mehr für eine entscheidende Leistungsentwicklung ausreichen.

Die freigesetzten Trainer unterstützen noch eine zeitlang teilweise auch als ABM-Kräfte den Prozeß, müssen sich aber dann anderweitig um ihre weitere Existenz kümmern. Die Schule bietet jetzt das soziale Umfeld für die sportliche Entwicklung der Schüler, die den verschiedensten Vereinen angehören.

Um das Überleben der Schule zu sichern,werden zunächst auch sportinteressierte Schüler aufgenommen,die nicht unbedingt eine leistungssportliche Entwicklung garantierten. Die Identifizierung mit dem Leistungssport muß auch im Lehrerkollegium erst wieder neu entwickelt werden.

Durch den Zusammenschluß und den Übergang der Turnabteilung der BSG Carl Zeiß in den TuS Jena wurde eine neue quantitative Basis gelegt und es stabilisiert sich die Mitgliederzahl der Turnabteilung bei 300-330 Turnerinnen und Turnern. Die Turnabteilung versucht mit ihrem Verein den schwierigen Weg der Koordinierung von Breiten- und Leistungssport zu gehen.

Das Erkämpfen des Startrechts der Turner des TuS Jena in der II.Bundesliga 1991 und das erfolgreiche Bestehen über 8 Jahre sicherten die positive Wahrnehmung der Sportart in Jena und Thüringen und schuf eine wesentliche Motivation für die jüngeren Nachwuchsturner.

Bei Deutschen Meisterschaften dieser Jahre wurden einige Platzierungen an Einzelgeräten erreicht (z.B. 4 Gerätefinals 1997), die aber nicht an Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen konnten. Für das Ansehen der Schule ist der für alle Schulen Deutschlands ausgeschriebene Wettkampf „Jugend trainiert für Olympia” von einiger Bedeutung.
So konnten die Turner in den Jahren 1992-98 fünf mal den Wettbewerb gewinnen ,bzw jedes Jahr den Anspruch von Platz 2-3 geltend machen,nur 1994 mußten sich die „Kleinen” (WKIII) mit dem 4.Platz begnügen.

 
Erfolgreiche Jugendmannscha...
Erfolgreiche Jugendmannschaft beim Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia” in Berlin. Von links:Sascha Hergenhan, Falk Seliger, Dirk Seliger, Marko Jänich.

Erfolgreiche Jugendmannschaft beim Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia” in Berlin.
Von links:Sascha Hergenhan, Falk Seliger, Dirk Seliger, Marko Jänich.

 
Auszeichnung von Siegermann...
Auszeichnung von Siegermannschaften in Erfurt durch den damaligen Kultusminister Dieter Althaus (v.vl.:Trainer D.Horn ,U.Gebhardt, M.Geidel, M.Telzer, A.Fleischer)

Auszeichnung von Siegermannschaften in Erfurt durch den damaligen Kultusminister
Dieter Althaus (v.vl.:Trainer D.Horn ,U.Gebhardt, M.Geidel, M.Telzer, A.Fleischer)

 

Leistungsstarke Turner dieser Jahre sind u.a.:

 
  • Sven Teichmann,
  • Hannes Blaschke,
  • Mathias Grünewald,
  • Norman Herold,
  • Tobias Grünewald,
  • Dirk Seliger,
  • Michel Boller,
  • Sebastian Krause,
  • Axel Fleischer,
  • Tilo Jäger,
  • Christian Hackel,
  • Moritz Telzer,
  • Falk Seliger
 

Nachdem der letzte leistungsstarke Jahrgang nach dem Abitur 1999 die Schule verläßt, deutet sich infolge fehlendem Nachwuchses und unzureichenden Leistungsvermögens ein Ausbluten der Sportart an, was dann durch den Wegfall der Landesförderung und Beschluß auf Landesportebene das Ende einer der Gründungs- und Traditionssportarten an der Schule bedeutet.

Das Turnen in Jena allerdings geht unter breitensportlichen Aspekten weiter. Zunächst im TuS Jena, unter dessen Dach als Mehrspartenverein sich nach der Wende der SC Motor Jena und die BSG Carl-Zeiss Jena zusammengeschlossen hatten. Im Jahre 2011 folgte die Abteilung Turnen dem Beispiel anderer Sportarten und gründete mit der Turnsportgemeinschaft Jena e.V. (TsG Jena e.V.)ihren eigenen Verein.
Dort trainieren z.Z.über 400 Turnerinnen und Turner,hauptsächlich Kinder. Erfreulicherweise hat der Verein einen guten Zustrom an Mitgliedern und findet in der Umgebung großes Interesse.
Besonders erfreulich sind 2012 bemerkenswerte Erfolge auf nationaler Ebene des Breitensports im Erwachsenenbereich.(Link:http://turnentusjena.lima-city.de )

 
 
 
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