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Erinnerungen an Horst Steininger(ϯ)

 

Horst gehörte dem Abit...

Horst gehörte dem Abiturjahrgang 1959 der KJS Bad Blankenburg an. Er hat als Schüler in Ronneburg mit dem Turnen begonnen und wurde 1955 auf Grund seines Talentes in die nachträglich gebildete 9.Klasse der im Januar eröffneten Kinder-u.Jugendsportschule Bad Blankenburg aufgenommen. Horst war sehr fokussiert auf seine turnerische Entwicklung und nahm es mit der sportlichen Lebensweise sehr genau. Die Ablehnung von Alkohol und Nikotin gehörte ganz selbstverständlich zum Ehrenkodecs der Sportschüler und besonders seiner damaligen Mannschaft.
Unter der fachgerechten Anleitung von Sportlehrer Harry Pippardt konnte Horst seine turnerischen Fähigkeiten schnell entwickeln und sich einen festen Platz in der ersten Jugendmannschaft der Schule sichern.
So erreichte er 1956 einen 1.Platz im Mehrkampf der männl.Jugend II und 1957 mit der Mannschaft den Sieg in der Jugend I beim I.Zentralen Sportfest der Kinder- u.Jugendsportschulen der DDR in Güstrow.(Die dazugehörige Goldmedaille ist in der History-Turnerchronik abgebildet)
Dieses Mannschaftsergebnis gelang mit seiner Unterstüzung auch 1958 beim II. Zentralen Sportfest der KJS in Karl-Marx-Stadt. Diese zentralen Sportfeste waren die Vorläufer der späteren Kinder- u.Jugendspartakiaden.
Sein Lieblingsgerät war das Reck. Hier brachte er es zu wahren Meisterleistungen, die für den Jugendbereich als erstmalig eingestuft werden müssen. Seine sog.'Russenriesen# und die 'Endogrätsche' waren in technischer Hinsicht für die damalige Zeit einmalig. Er dürfte sogar der erste gewesen sein, der die Endogrätsche in der DDR turnte. Seine technische Perfektion zeigte sich auch nach seiner Delegierung 1959 zum SC Dynamo Berlin, als er bei einem Schauturnen auf den sowjetischen Meisterturner Pawel Stolbow traf. Dieser war seinerzeit ein Musterbeispiel von technischer Eleganz am Reck.

 

Sein Lieblingsgerät war das Reck. Hier brachte er es zu wahren Meisterleistungen, die für den Jugendbereich als erstmalig eingestuft werden müssen. Seine sog.'Russenriesen' und die 'Endogrätsche' waren in technischer Hinsicht für die damalige Zeit einmalig. Er dürfte sogar der erste gewesen sein, der die Endogrätsche in der DDR turnte. Seine technische Perfektion zeigte sich auch nach seiner Delegierung 1959 zum SC Dynamo Berlin, als er bei einem Schauturnen auf den sowjetischen Meisterturner Pawel Stolbow traf. Dieser war seinerzeit ein Musterbeispiel von technischer Eleganz am Reck.

 

Mit Hilfe seines Sprachenhobbys (Horst sprach letztlich ca.9 Sprachen fliessend) unterhielt er sich mühelos mit der russischen Delegation und speziell mit Pawel Stolbow und profitierte so in doppelter Hinsicht.
Die Teilnahme an einem gemeinsamen Schauturnen in der Sporthalle in der damaligen Stalinallee wurde so zu einem unvergesslichen Ereignis. Parallel zur sportlichen Entwicklung betrieb Horst mit einigen Mannschaftskameraden (1959 war dann die gesamte Jugendmannschaft der KJS bei dem SC Dynamo Berlin gelandet) ein Fernstudium für Diplomsportlehrer an der Aussenstelle der DHfK Leipzig in Berlin,welches 1964 erfolgreich abgeschlossen wurde.
Die sportliche Entwicklung von Horst war um 1963 u.a.aus gesundheitlichen Gründen zu Ende gegangen und er arbeitete dann die folgenden Jahren bei dem Deutschen Turn-undSportbund in Berlin.
Aufgrund seiner Fremdsprachenkompetenz wurde er zu mehreren Auslandseinsätzen abgeordnet, u.a.auch in Westafrika,was eine große Anerkennung darstellte. Leider ging nach diesen Jahren die Verbindung zu seinen Mannschaftskameraden etwas verloren,so daß wir nicht mehr allzu viel über den weiteren Lebensweg von Horst wissen.

Erst mit seinem zu frühen Tod 2004 sind wieder Informationen über seine schwere Krankheit und seinen letztendlich aussichtslosen Kampf ums Leben zu uns gedrungen. Wie sehr er mit seiner ehemaligen Schule verbunden war,zeigt auch ein kleines Gedicht, das sein Bruder in seinem Nachlass gefunden hat:

 

                    An unsere Lehrer

          Sehr lang ist doch die Reih' der Lehrer
          die uns so sicher hat gelenkt,
          doch größer wohl die Zahl ist derer,
          die ihrer ewig hier gedenkt.

          Was war'n wir oft für Sorgenkinder
          durch die ergraut so manches Haar
          wir sah'n es gar nicht mehr als Wunder,
          wenn oft der Lehrer wütend war.

          Wie oft wir haben mit Geräuschen
          gestört des Unterrichts Verlauf,
          und wurden wir erwischt beim Täuschen,
          so nahmen wir ne Fünf in Kauf

          Und in der Prüfung schwerer Stunde
          es schwitzten alle,nicht vor Glück
          Ein Lächeln aber heut' belebt die Runde
          denkt man jetzt an die Zeit zurück.

          Wir wollen sie als Freunde vor uns seh'n,
          all unsere Lehrer,die mit uns gebangt,
          denn wer im Freundeskreis kann vorwärts geh'n
          ganz schnell und sicher der zum Ziel gelangt.

 

In diesem Sinne gedenken wir eines besonderen Menschen und Turners und werden
ihn in guter Erinnerung behalten.

         Aufgeschrieben im Februar 2013
                Dieter Horn



 
Auch beim Scherspreizen kam...
Auch beim Scherspreizen kam seine Eleganz zum Ausdruck

Auch beim Scherspreizen kam seine Eleganz zum Ausdruck

 
 Horst beim Winkelstüt...
Horst beim Winkelstütz am Barren

Horst beim Winkelstütz am Barren

 
 
 
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