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Und was schreibt Marita KaisermainCMS zeigen

 

(geb. Grünbeck) zum Schuljubiläum?


Entnommen aus der "Die Brücke" Sonderausgabe der Schulzeitung der ehem. KJS Bad Blankenburg/Jena und des heutigen Sportgymnasiums Jena Johann Chr.Fr. GutMuths zu ihrem 40. Geburtstag

Die bisher erschienenen Informationsblätter lassen ahnen, daß doch ein Teil der „alten Garde" zusammenkommt.

Ein paar Bilder habe ich gesichtet und vielleicht helfen sie bei der Erinnerung. Herrliche Zeiten steigen wieder auf, und ich möchte sie nicht missen, da Kindheit und Jugendzeit unwiderrufbar bleiben.

„Zum Lehrertag herzlichen Glückwunsch" - und ich möchte fast 40 Jahre später diesem Glückwunsch den Dank anschließen.

Was pädagogische Arbeit heißt, weiß ich sehr gut: viel Kleinarbeit, Fleiß, Geduld, Ausdauer, schwerverdauliche Wut - alles das gehört dazu, um als Lehrer zu bestehen!

In Kunsterziehung meinte Herr Hennig: jedes Alter hat seine schönen Seiten.

Ich suche (nicht immer erfolgreich!) und werde sofort erfolgreich, wenn der Blick zurückgeht: Das Leben im Internat war wunderbar. Lange Gänge und drei Treppenhäuser boten viele Möglichkeiten „Knüppelschlachten" und „Umsiedler" waren für uns Höhepunkte; die Größeren hatten schon anderen „Mist" im Kopf. Ihnen hatten wir auch zu verdanken, daß dann eine Nachtschwester her mußte. Sie hat sogar die Mädchen in die eigenen Betten sortiert. Die Betten waren überhaupt Treffpunkt für viele Anlässe.

Ich weiß nur noch, daß Ute Beckmann und ich im Bett wahre „sportliche" Übungen durchführten. Diese Sprungübungen konnte aber unser Direktor nicht leiden, und nach einer Verwarnung durften wir erneut „Ertappten" antanzen.

Antanzen mit gepackten Koffern - entsetzlich heulend, wir sahen uns schon als Obdachlose - und alle Mädchen hatten großes Mitgefühl.

Frau Schwarz, die gute Seele, konnte vermittelnd eingreifen und ihren erzürnten Mann milde stimmen. Wir wurden wieder in die Gemeinschaft aufgenommen, natürlich mit dem „Pionierehrenwort".

 
Bild:
Wettkampfpause - 196...
Bild: Wettkampfpause - 1961 Die Bilder sprechen fast für sich, und ich möchte nur den „Pressefotograf" Herrn Neumann in Erinnerung bringen. Leider wurde sein Motiv „Wettkampfpause" nicht beim Fotowettbewerb beachtet (1961!). Nun überlege ich, was ...

Bild:
Wettkampfpause - 1961




Die Bilder sprechen fast für sich, und ich möchte nur den „Pressefotograf" Herrn Neumann in Erinnerung bringen. Leider wurde sein Motiv „Wettkampfpause" nicht beim Fotowettbewerb beachtet (1961!).

Nun überlege ich, was wohl der Grund war.

Man könnte meinen:

- ich sah zu schlampig aus (die Latschen, keine Strümpfe!)

- das Asoziale wird durch den Schutthaufen gesteigert

- „forum" - was ist denn das für eine Zeitung?

- „Wählt Brandt!" - der war doch „von drüben"?

Ich danke Herrn Neumann für die Aufnahme, und in der Zeitung waren meine „Latschen" eingewickelt, aber ich fand sie trotzdem interessant.

Herzliche Grüße Marita

 
 
 
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