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Rückschau-Gedanken eines Jung-Rentners...mainCMS zeigen

 

Wenn man - wie ich - genau die Hälfte seiner Dienstjahre (nämlich 18 von 36!) an der gleichen Bildungs- und Erziehungseinrichtung tätig war, dann steht einem sicherlich das Recht zu, seine Arbeit anläßlich eines Jubiläums in ein paar wenigen Sätzen Revue passieren zu lassen.

Und ich glaube, daß der 40. Geburtstag der Kinder- und Jugendsportschule Bad Blankenburg/Jena und des Sportgymnasiums Jena dazu die beste Gelegenheit bietet. Wie das klingt - von 40 Jahren Schulgeschichte 18 Jahre dabei gewesen; das sind immerhin 45% des Alters der Schule! Wie mag es da erst denjenigen Kolleginnen und Kollegen zumute sein, die noch viel länger als Pädagogen und technische Mitarbeiter junge Leistungssportler an dieser Schule gebildet und erzogen haben, als ich ...

Und dabei war mein Einstieg an der KJS im Jahre 1961 ein Kuriosum: Als Thüringer wollte ich nach sechs Jahren Lehrertätigkeit an der EOS „Heinrich Heine" in Haldensleben unbedingt nach Thüringen zurück und bewarb mich in meinem ehemaligen Heimatkreis Rudolstadt. Vom damaligen stellvertretenden Kreisschulrat wurde mir beschieden, daß an der EOS in Rudolstadt keine Planstelle frei wäre, an der KJS in Bad Blankenburg dagegen ein Latein-Lehrer gesucht wurde.

K - J - S: Mit diesen drei Buchstaben wußte ich beim besten Willen nichts anzufangen, und als ich bei meiner Vorstellung die Leichtathleten und Turner beim Aufwärmtraining sah, hielt ich das für pure Angeberei!

Nun, diese Meinung hat sich sehr rasch geändert, und heute bin ich ein ganz klein wenig stolz darauf, als Fachlehrer, Klassen- und Internatsleiter solche derzeitigen und ehemaligen Weltklassesportler wie Heike Daute (Drechsler), Renate Meißner (Stecher), Marlies Oelsner (Göhr), Ingrid Brestrich (Lange), Petra Felke (Meyer), Bernd Jäger, Andreas Schröter, Hartmut Reich, um nur einige zu nennen, mitgeformt zu haben.

Dabei bestanden unsere Erziehungsabsichten stets in erster Linie darin, aus unsere Athleten - und nicht nur die Spitzensportler! - möglichst universell auszubilden und nicht nur auf dem Gebiete ihrer Spezialdisziplinen einseitig zu „trimmen". Daß uns Lehrern, Trainern, Erziehern und technischen Mitarbeitern das weitgehend gelungen ist, und ich dabei viele Jahre lang ein bißchen mittun konnte, läßt mich zurückblickend sagen: Es war eine schöne - mehr noch - es war eine herrliche Zeit!!!

Harry Arnoldt

 
 
 
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