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An den Direktor des Sportgymnasium Jena Herrn Lutz Rösner

 

In den letzten Monaten des Jahres 1994 begann der Versuch einer Zusammenarbeit, geboren aus der Situation, daß Ihre Schule 1995 in Jena eine Festwoche vorgesehen hatte und wir den 40. Geburtstag der Gründung der Internatssportschule - KJS - von Bad Blankenburg in Bad Blankenburg feiern wollten.

Es gab beginnend von diesen Tagen an, durch Sie und mich, die Auffassung, bo de Höhepunkte gemeinsam zu begehen. Aus Organisationsgründen kam es dan zur Teilung - 29. und 30. April 1995 Geburtstagsfeier in Bad Blankenburg und vor 8. bis 13. Mai 1995 Schulfestwoche in Jena. In Vorbereitung für Bad Blankenbung gab es viele Beratungen, Hilfen und Mitarbeit von Kollegen Ihrer Schule.

Ich möchte Ihnen persönlich, werter Herr Rösner, Ihrem Kollegium und den Schülern in meinem Namen, im Namen aller ehemaligen Mitarbeiter, aber besonders der über 600 ehemaligen Schüler, die in Bad Blankenburg den 40. Geburtstag feierten, für die gemeinsamen Stunden in der Stadthalle dieses Thüringer Städtchens danken.

Ich schließe damit besonders ein die Schüler Ihrer Schule mit ihrem Sporlprogramm und die verantwortlichen Kollegen und die Mitarbeiter von Ihnen, die die Bilderausstellung über die Zeitspanne der 40 Jahre von 1955 bis 1995 verantwortlich gestalteten.

Es gehört weiter in diesen Rahmen auch die Podiumsveranstaltung am 30. April im Hörsaal der Landessportschule Thüringen.

Sie haben am Sonnabend in der Abendveranstaltung allen ehemaligen Lehrern, Mitarbeitern und Schülern Geburtstagsgrüße übermittelt.

Werter Herr Rösner, ich möchte Ihnen, dem Kollegium und Schülern des Sportgymnasiums Jena, heute auf diese Weise für die Namensgebung „GutsMuths" Glückwünsche sagen.

Die Zielsetzung und alle Aufgaben Ihrer Schule korrespondieren geradezu mit den Gedanken, Ideen und Auffassungen von GutsMuths. Er war ja auch ein Pädagoge der Praxis - er unterrichtete in den Fächern Körpererziehung und Geographie.

Den Lehrern und Erziehern Ihrer Schule erschließt die Beschäftigung mit Guts Muths‘ pädagogisch begründetem System eine reichhaltige Quelle für ihre eigene Arbeit an dieser Schule.

Die Schüler des Sportgymnasiums werden beim Erforschen der Schriften von Guts-Muths auch auf folgende Sätze stoßen:

„Wir haben ein Kleid, das uns weit näher sitzt als das vom Schneider, ich meine -den Körper; sind seine Muskeln nicht von den ersten Jahren her geübt, seine Nerven gestärkt, ist er nicht gesund und kraftvoll, so wirkt diese Unbehilflichkeit nur gar zu leicht auf den Geist, die Lust vergeht ihm, in einer Hülle wirksam zu sein, die ihm so unbequem ist, die er nur immer hüten muß, damit sie keinen Schaden nehme ... Unser eigenes Gefühl sagt uns, daß der Geist den Körper zum Denken nötig habe.”

Werter Herr Rösner, Ihnen, Ihrem Kollegium und Ihren Schülern alles erdenklich Gute und viel Freude in der weiteren Arbeit.

Diese vorstehenden Zeilen schrieb ich dem Direktor zum Abend der Namensverleihung an die Schule. Ich nahm an Veranstaltungen in der Festwoche teil. Interessant war die Podiumsdiskussion mit Schülern der oberen Klassen am 11. Mai, u.a. mit der ehemaligen Schülerin der Schule Britta Bilac, mit Rolf Beilschmidt und Professor Thieß - leider war Renate Stecher durch Krankheit an der Teilnahme verhindert. Am Freitag, dem 12. Mai waren dann ehemalige Lehrer, Erzieher und Schüler von Bad Blankenburg - u.a. war Wolfgang Thüne von Leverkusen angereist - Gäste bei der Festveranstaltung in Jena.

Durch den Minister Althaus wurde dem Sportgymnasium Jena der Name „Johann Chr. Fr. GutsMuths" verliehen.

Professor Schröder, Jena, hielt die Laudatio.

Der Oberbürgermeister der Stadt Jena und der Präsident des DSB Thüringen beglückwünschten die Schule zur Namensgebung und mit dem uns bekannten Sportprogramm klang die Festveranstaltung aus.

Erwin Schwarz

 
 
 
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