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Pressemitteilungen zum Jubiläum

 

Inhaltsverzeichnis

  • 15.09.10: Greizer schreibt Turngeschichte - Wolfgang Gipser feiert heute 75 (Seite 1)
  • 17.06.05: Für Ideale kämpfen lohnt sich immer, über E. Schwarz (Seite 2)
  • 17.06.05: Erwin Schwarz "Es war schön und schwierig" (Seite 3)
  • 06.04.05: Eliteschule hat 50-Jähriges (Seite 4)
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15.09.10: Greizer schreibt Turngeschichte - Wolfgang Gipser feiert heute 75

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Von OTZ-Redakteur: Bernd Scheffel Greiz. Heute feiert Wolfgang Gipser, Ehrenmitglied im Thüringer Turnverband, seinen 75. Geburtstag. Dazu erwartet der Jubilar in Moschwitz eine große Gästeschar. Schließlich hat der 1,58 m kleine Greizer Turngeschichte geschrieben. ...

Von OTZ-Redakteur: Bernd Scheffel

Greiz. Heute feiert Wolfgang Gipser, Ehrenmitglied im Thüringer Turnverband, seinen 75. Geburtstag.

Dazu erwartet der Jubilar in Moschwitz eine große Gästeschar. Schließlich hat der 1,58 m kleine Greizer Turngeschichte geschrieben.

1957 gelang Wolfgang Gipser als erstem DDR-Gerätturner in Paris der Sprung in ein EM-Finale. Über das längs gestellte Pferd kam der Thüringer vom ASK Vorwärts Potsdam auf den 5. Rang. Ein Jahr später stand der 12-Kampf-Meister und Titelträger am Reck in Moskau bei der Weltmeisterschaft ebenfalls in der DDR-Riege.

Doch auch mit schweren Verletzungen hatte Gipser zu kämpfen. Zwei Jahre vor der EM-Premiere hatte sich der Greizer beim Länderkampf mit Polen als erster DDR-Leistungssportler einen Achillessehnenriss zugezogen. 12 Monate später erwischte es ihn noch viel schlimmer. Nach einem Trainingssturz vom Reck brach sich Wolfgang Gipser die Halswirbelsäule. An Schaumgummigruben oder Ähnliches war damals nicht zu denken, hat der frühere Meisterklasseturner nicht vergessen. Wir haben unter den einfachsten Bedingungen gearbeitet. Das änderte sich 1962 beim Berufsstart als Trainer. An der Kinder- und Jugendsportschule Bad Blankenburg gab es solche Hilfsmittel schon. Hier entstand auch der berühmte Jägersalto, benannt nach seinem Meisterschüler Bernd Jäger. 1974 zur WM in Varna hatte er ihn erstmals gezeigt. Ja, diesen Grätschsalto haben wir uns ausgedacht, ist Wolfgang Gipser auch heute noch stolz.

Fast wäre in der bekannten Thüringer Turnschule ein weiteres Element kreiert worden. Ich habe mit ihm auch den Mondsalto am Reck einstudiert, einen Doppelsalto mit einer Längsdrehung, erinnert sich der 75-Jährige. Das war schon ein Ding, als der Japaner Mitsuo Tsukahara mit diesem Element als Reckabgang in München Olympiasieger wurde. Aber Bernd Jäger hat es nachweislich als Erster geturnt, bei einem Länderkampf mit der UdSSR.

Bernd Jäger durfte in München nicht an die Geräte treten, der Kahlaer hatte die Qualifikation verpasst. Der Mondsalto des Olympiasiegers aus dem Land der aufgehenden Sonne indes fand Eingang in die internationale Wertungsvorschrift.

 






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17.06.05: Für Ideale kämpfen lohnt sich immer, über E. SchwarzSportliche Talente fördern, ihnen eine gute Schulbildung vermitteln und zugleich eine familiäre Atmosphäre schaffen - das waren die Ziele, die sich Erwin Schwarz, Gründungsdirektor der Kinder- und Jugendsportschule in Bad Blankenburg, gesetzt hat. Und von denen er sich auch nicht abbringen ließ. Als ihm eine andere pädagogische Richtung aufgezwungen werden sollte, zog er die Konsequenz und verließ 1972 die Schule. Verbiegen lassen wollte er sich nicht. Mut zum Widersprechen und zur Eigeninitiative bewies Erwin Schwarz schon zuvor. Als es im Internat eng wurde und eine Vergrößerung nicht in Aussicht war, ließ er kurzerhand ein neues Internat bauen. Die älteren Schüler, 18- und 19-Jährige, halfen beim Bau mit. Sechs Jahre hat es zwar gedauert, doch 1968 konnte das neue Gebäude schließlich eingeweiht werden. Die Idee einer einheitlichen Schulkleidung, die die Sportschüler als solche erkennbar machen sollte, kam bei den Kindern und Jugendlichen zwar gut an. Bei den Verantwortlichen nicht. Zu kapitalistisch sei der Vorschlag von Schwarz. Wenn der Senior heute von seinem Einsatz für das Wohl „seiner” Sportschüler erzählt, muss er manchmal lächeln. Trotzdem steht der 85-Jährige auch heute noch zu dem, was er damals eben nur zum Teil durchsetzen konnte. Für ihn steht aber fest, dass es sich immer lohnt, für seine Ideale einzustehen und für sie zu kämpfen. Katja Grieser OTZ vom 17.Juni 2005 17.06.05: Erwin Schwarz "Es war schön und schwierig"06.04.05: Eliteschule hat 50-Jähriges
 
 
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